Der Runde Tisch gegen Radikalismus und Gewalt versteht sich als operatives Gremium des Hammer Appells. Er ist ein zivilgesellschaftliches Bündnis demokratischer Organisationen und Institutionen, an dem auch an der Sache interessierte engagierte Einzelpersonen beratend mitwirken können. Der Runde Tisch setzt sich für ein friedliches, menschliches und gewaltfreies Zusammenleben der Menschen aus verschiedenen Nationen, Kulturen und Religionen in der Stadt Hamm ein.

Strategisches Ziel des Runden Tisches gegen Radikalismus und Gewalt ist es, ein möglichst vielstimmiges, miteinander und aufeinander abgestimmtes „Konzert der demokratischen Kräfte“ für ein friedliches, menschliches und gewaltfreies Zusammenleben der Menschen aus den verschiedenen Nationen, Kulturen und Religionen in der Stadt Hamm zu ermöglichen. In diesem Sinne bemüht sich der Runde Tisch, Entscheidungen nach dem Prinzip der Einmütigkeit zu treffen. Dabei hat jede der beteiligten Organisationen gleichberechtigt Stimmrecht. Der Runde Tisch ist als zivilgesellschaftliches Bündnis jedoch kein parlamentarisches Gremium und unterliegt damit auch nicht den parlamentarischen Mehrheiten und Meinungsbildungsprozessen. Der Runde Tisch ist kein Ort der parteipolitischen Auseinandersetzung. Gleichwohl sind die demokratischen Parteien eingeladen, im Sinne des Hammer Appells gemeinsam mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen Gruppen am Runden Tisch mitzuwirken. Der Runde Tisch sucht das Gespräch mit dem Rat der Stadt Hamm und pflegt den ständigen Informationsaustausch mit dem Büro des Oberbürgermeisters.

Minderheitenpositionen werden am Runden Tisch geachtet und respektiert. Bei Mehrheitsentscheidungen steht es den beteiligten Organisationen und Personen frei, ein gegebenenfalls abweichendes Votum auch öffentlich bekannt zu machen. Ausgeschlossen von der Mitarbeit sind rechtsextremistische Organisationen und Personen sowie alle weiteren Organisationen und Personen, die dem strategischen Ziel des Runden Tisches im Sinne des Hammer Appells entgegenwirken.

Die am Runden Tisch beteiligten Organisationen sind aufgefordert, die hier behandelten Themen in ihre jeweiligen Arbeitsfelder hineinzutragen. Jede der beteiligten Organisationen ist gefragt, die strategische Zielsetzung des Runden Tisches sowohl intern als auch öffentlich durch eigene Veranstaltungen und Initiativen zu fördern.

Als operative Ziele strebt der Runde Tisch an, die Vernetzung mit anderen zivilgesellschaftlichen, im Sinne des Hammer Appells aktiven Gruppen zu fördern, die Prävention gegen extremistisches Gedankengut im Sinne des Hammer Appells durch geeignete Aktionsformen in die Mitte der Gesellschaft zu tragen und möglichst vielfältige, über das Jahr verteilte Veranstaltungsformen anzustoßen, die proaktiv die Gedanken des Hammer Appells publik machen und zur Beteiligung einladen. Zu diesem Zweck strebt der Runde Tisch möglichst bald mit Unterstützung der Stadtverwaltung die Erstellung und Pflege einer eigenen Homepage an, die u.a. auch auf Veranstaltungen im Geiste des Hammer Appells aufmerksam macht. Im Rahmen des zu erstellenden Handlungskonzepts der Stadt Hamm gegen Rechtsextremismus bietet der Runde Tisch den verantwortlichen Stellen seine Unterstützung an.

So beschlossen durch den Runden Tisch gegen Radikalismus und Gewalt am 6. November 2014, geringfügige Änderungen am 23. April 2015

 

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