Wir, die Unterzeichner dieses Appells, sind uns einig, dass Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in unserer Stadt nicht geduldet werden können. Wir lehnen jede Form des politischen Extremismus ab und bekunden unsere Solidarität mit den in unserer Stadt lebenden Ausländern und Angehörigen von gesellschaftlichen Minderheiten.

aus „Hammer Appell“, beschlossen in der Sitzung des Sozialausschusses der Stadt Hamm
am 19.11.1991

 

1.       Zivilgesellschaftliches Bündnis

Der Runde Tisch gegen Radikalismus und Gewalt versteht sich als Zivilgesellschaftliches Bündnis. Er ist Plattform für die Vernetzung sowie für die Identifikation, Diskussion und Bewertung von Problem- und Sachlagen auf der Grundlage des Hammer Appells. Die Mitglieder des Runden Tisches geben Empfehlungen zur Weiterbearbeitung. Zum Runden Tisch gehören demokratische Organisationen und Institutionen der Hammer Zivilgesellschaft (siehe https://www.hammer-appell.de/runder-tisch/teilnehmende-organisationen/). Der Runde Tisch kann weitere Mitglieder berufen und/oder mit beratender Stimme (ohne Stimmrecht) zur Mitarbeit einladen. Die Mitglieder identifizieren sich mit dem Hammer Appell und tragen die Anliegen, Bewertungen und Empfehlungen des Runden Tischs in die Organisationen und Institutionen ein, die sie entsandt haben.

 

2.      Aufgabe und Zielsetzung

Der Runde Tisch setzt sich für ein friedliches und gewaltfreies Zusammenleben der Menschen aus verschiedenen Nationen, Kulturen und Religionen in der Stadt Hamm ein. Dafür initiiert und fördert der Runde Tisch ein möglichst vielstimmiges, miteinander und aufeinander abgestimmtes „Konzert der demokratischen Kräfte“ für das zivile Zusammenleben unterschiedlicher, heterogener Bevölkerungsgruppen in Hamm. Grundlage des Runden Tisches ist der Hammer Appell und das Handlungskonzept gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit der Stadt Hamm. Mit seiner fortlaufenden Evaluierung übernimmt der Runde Tisch eine Wächterfunktion für die demokratische Weiterentwicklung der lokalen Gesellschaft.

 

3.      Arbeitsweise

Der Runde Tisch arbeitet konsensorientiert, Einzelmeinungen zu bestimmten Themen werden kenntlich gemacht. Minderheitenpositionen werden am Runden Tisch geachtet und respektiert. Bei Mehrheitsentscheidungen steht es den beteiligten Organisationen und Personen frei, ein gegebenenfalls abweichendes Votum auch öffentlich bekannt zu machen. Die am Runden Tisch beteiligten Organisationen sind aufgefordert, die hier behandelten Themen in ihre jeweiligen Arbeitsfelder hineinzutragen. Jede der beteiligten Organisationen ist gefragt, die strategische Zielsetzung des Runden Tisches sowohl intern als auch öffentlich durch eigene Veranstaltungen und Initiativen zu fördern. Neben den regelmäßigen gemeinsamen Sitzungen richtet der Runde Tisch anlassbezogen Arbeitsgruppen zu bestimmten Themen ein. Im Sinne der Vernetzung und des Voneinanderwissens der am Runden Tisch beteiligten Organisationen werden regelmäßig Berichte und Beiträge der entsendenden Gruppierungen oder Einzelpersonen eingebracht. Eine verbindliche Arbeitsplanung wird zu Jahresbeginn gemeinsam festgelegt. Um diese Ergebnisse zu erreichen, werden verschiedene geeignete Arbeitsmethoden angewandt.

 

4.      Zusammenarbeit mit Stadt Hamm und „Werkstadt für Demokratie und Toleranz“

Die Ergebnisse der Arbeit des Runden Tisches, insbesondere die fortlaufende Evaluierung des Handlungskonzepts, werden pro-aktiv Rat und Verwaltung zur Kenntnis gegeben und in geeigneter Form der Öffentlichkeit vorgestellt.Dies geschieht insbesondere durch die Website des Runden Tisches www.hammer-appell.de. Der Runde Tisch arbeitet eng mit der „Werkstadt für Demokratie und Toleranz“ zusammen, auf deren Website www.werkstadt-hamm.de Informationen zu den Förderprogrammen „Demokratie leben!“ und „NRWeltoffen“ sowie Veranstaltungen zu finden sind. Die Mitarbeitenden der Werkstadt für Demokratie und Toleranz nehmen mit beratender Funktion am Runden Tisch teil und übernehmen Aufgaben der Geschäftsführung. Der Runde Tisch beruft die Mitglieder für den Begleitausschuss „Demokratie leben.

 

So beschlossen durch den Runden Tisch gegen Radikalismus und Gewalt am 14.05.2019

 

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