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"Miteinander 2018" Auszeichnung für Stud.Int der HSHL

|   Hammer Appell

„Miteinander 2018 – Für ein menschliches Hamm“ des Runden Tisches gegen Radikalismus und Gewalt

Die Auszeichnung „Miteinander 2018 – Für ein menschliches Hamm“ des Runden Tisches gegen Radikalismus und Gewalt wurde am Donnerstag, 12. Juli, in einem kleinen Festakt im Helios-Theater an die Gruppe „Stud.Int“ an der Hochschule Hamm-Lippstadt HSHL verliehen. Mit dem Preis, der zumvierten Mal vergeben wurde, haben die Mitglieder des Runden Tisches das beispielhafte und vorbildliche Engagement dieser Gruppierung für ein friedvolles, menschliches und gewaltfreies Zusammenleben in Hamm ausgezeichnet. Der Preis wurde von den Sprechern des Runden Tisches, Klaus Engels (Arnold Freymuth-Gesellschaft) und Pfarrer Dr. Tilman Walther-Sollich (Evangelischer Kirchenkreis Hamm), an die Projektleiterin Angelina Gonser und sechs an dem Projekt beteiligte Studierende sowie die Wissenschaftliche Mitarbeiterin Kim Simon von der HSHL, die die Gruppe begleitet, überreicht.

Beispielhaftes Engagement für ein friedvolles, menschliches Zusammenleben

„Wir möchten, dass in Hamm Menschen aus unterschiedlichen Nationen, Kulturen und Religionen auch weiterhin bunt und friedlich miteinander leben“, fasst Pfarrer Dr. Tilman Walther-Sollich das Anliegen des Runden Tisches gegen Radikalismus und Gewalt zusammen. Regelmäßig treten in diesem Gremium auf der Grundlage des Hammer Appells über 30 Institutionen und Organisationen aus Wirtschaft und Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Religionsgemeinschaften sowie Stadt und Politik zusammen, um die Umsetzung des Handlungskonzeptes gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit der Stadt Hamm beratend und steuernd zu begleiten. Der Runde Tisch hat nach ausführlicher Diskussion einstimmig „Stud.Int“ als Preisträger ausgewählt. „Sie füllen den Geist des Hammer Appells mit Leben, indem Sie sich konkret für ein vorurteilsfreies Miteinander unabhängig von Herkunft, Kultur und Religion einsetzen“, gratulierte Dr. Walther-Sollich den Preisträgern in seiner kurzen Laudatio.

Stud.Int verbindet Kulturen, lebt Integration und teilt Vielfalt

„Stud.Int“ wurde im Juli 2016 von Studentinnen und Studenten des Studiengangs Interkulturelle Wirtschaftspsychologie an der HSHL gegründet. Unter dem Leitsatz „Stud.Int verbindet Kulturen, lebt Integration und teilt Vielfalt“ wurde unter anderem eine wöchentliche Sprechstunde zur Beratung von Flüchtlingen, die sich für ein Studium interessieren, eingerichtet. Auch Sprachkurse, eine Fußballmannschaft aus Studierenden und Flüchtlingen, die jeden Samstag trainiert, und verschiedene Workshopreihen zur Integration von Geflüchteten im Bereich Alltag, Gesellschaft sowie Werte und Normen der deutschen Gesellschaft wurden von der Gruppe ins Leben gerufen. Dabei geht es den Studierenden darum, Geflüchteten und internationalen Studierenden bei der Integration zu helfen und ihnen eine offene Anlaufstelle zu bieten. Zugleich will „Stud.Int“ Studierende für ehrenamtliches Engagement begeistern und Projekte mit Kooperationspartern wie der Flüchtlingshilfe Hamm e.V. und den Malteser Hilfsdiensten e.V. in der Zentralen Unterbringungseinrichtung Hamm (ZUE) entwickeln und durchführen. In diesem Sinne haben Anne-Christin Droste, Angelina Gonser, Manfred Jormakka, Elisabeth Müller, Hanz Neubert, Sophia Samweber und Erik Zerna, die nun durch den Runden Tisch ausgezeichnet wurden, kürzlich auch ein Kunst-Projekt in Kooperation mit der „Kreativen Mitte Hamm“ (neonweisz e.V.) durchgeführt. Einige dieser Projekte konnten durch die „Werkstadt für Demokratie und Toleranz“ mit Projektmitteln des Förderprogramms „Demokratie leben!“ finanziell unterstützt werden.

Der Preis „Miteinander“ macht seit 2012 alle zwei Jahre „Mut zu Toleranz und Zivilcourage“

Die Auszeichnung „Miteinander“ wurde im Juni 2012 erstmalig an die Schülerinnen und Schüler der „AG Stolpersteine“ der Friedensschule verliehen. 2014 ging der Preis an die Initiative „Jugendliche ohne Grenzen“ (JoG). Vor zwei Jahren wurde 2016 die Gruppe „Connect“ für ihr Theaterprojekt mit einheimischen und eingewanderten Jugendlichen ausgezeichnet. Die Statuten der Auszeichnung sehen vor, dass Gruppen oder auch Einzelpersonen, die sich ehrenamtlich und unabhängig von einschlägigen Parteien, Verbänden oder Institutionen für ein menschliches Miteinander der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen in Hamm engagieren, geehrt werden können. Dabei sollen junge Menschen bevorzugt werden, die sich beispielhaft und vorbildlich für ein friedvolles, menschliches und gewaltfreies Zusammenleben in Hamm einsetzen. Der Preis soll besonders jungen Menschen Mut machen, die sich für Toleranz und Zivilcourage einsetzen, damit Gewalt, Radikalismus und Rassismus keinen Nährboden in der Stadt Hamm finden. Die Auszeichnung ist rein ideell und wird alle zwei Jahre vergeben.

 



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